Nackenschmerzen bei Computerarbeit - Wie die richtige Brille helfen kann

Alle die täglich am Schreibtisch sitzen kennen es - langes Arbeiten am Computer kann zu starken Verspannung und Schmerzen im Nackenbereich führen. Diese wiederum können Kopfschmerzen begünstigen und nicht selten bis in den Rücken ziehen.
Um dies zu vermeiden sind die richtigen Computer- Stuhl-, und Schreibtischeinstellungen zu treffen. Aber auch die richtige Brille ist von enormer Bedeutung.

Bei Computerarbeitsplätzen kommt sowohl die reine Lesebrille als auch die Gleitsichtbrille an ihre Grenzen.
Warum?
Wie der Name schon sagt, deckt die Einstärken-Lesebrille lediglich eine Entfernung ab. Schreibtisch und Monitor befinden sich jedoch in unterschiedlichen Abständen.
Die Gleitsichtbrille dagegen deckt sämtliche Entfernungen ab. Allerdings befindet sich der sogenannte Zwischenbereich im unteren Drittel des Glases. Um nun durch diesen Bereich auf den Monitor zu schauen ist es erforderlich, den Kopf anzuheben, „den Kopf in den Nacken zu nehmen“. Behält man diese Stellung für eine gewisse Zeit, verkrampft die Nackenmuskulatur. Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen sind die Folge.

Die Lösung ist denkbar einfach: Die Computer-Arbeitsplatzbrille.

Hier ist der „Zwischenbereich“, also der Bereich, der auf die Computerentfernung ausgelegt ist, in bequemer geradeaus Blickrichtung. Im unteren Bereich des Glases ist der Nahbereich, der für den unmittelbaren Bereich direkt vor einem auf dem Schreibtisch ausgelegt ist.
Das bedeutet, dass für den wechselnden Blick vom Monitor auf den Schreibtisch bei ganz normaler Kopfhaltung nur eine Blicksenkung mit den Augen erforderlich ist.
Hinzu kommt, dass die seitlichen Bereiche bei dieser Glasart merklich größer sind.
Das Sehen mit der Computer Arbeitsplatzbrille ist somit komfortabel und Nacken- und Rückenschonend.

So wird Energie frei, die Sie sinnvoll für Ihre Arbeit einsetzen können.

Eine alternative Lösung wäre die sogenannten Multifokalen Kontaktlinsen (umgangssprachlich auch Gleitsichtlinsen genannt). Mit diesen Kontaktlinsen sind sie völlig frei in allen Blickrichtungen und haben sowohl in die Ferne als auch in die Nähe eine scharfe Sicht.

Dieses Beispiel zeigt deutlich: Um die unterschiedlichen Sehsitutationen komfortabel zu meistern, bedarf es unterschiedlichen, individuellen Lösungen.

Lassen Sie sich von uns ausführlich beraten.


Gleitsichtbrille mal anders - Die selbstjustierende High-Tech-Brille

In einigen Internetartikeln wurde bereits über die neueste Brillenentwicklung "emPower" berichtet. Natürlich haben wir auch darüber gelesen und möchten unser Statement über dieses innovative Produkt abgeben.
In den USA wurde vor kurzem eine neue Art von Brille für Presbyope, also "Alterssichtige" vorgestellt.
Die klassische Korrektur wird im Fall der Alterssichtigkeit durch ein Mehrstärkenglas, in der Regel einem Gleitsichtglas, vorgenommen. In sehr seltenen Fällen kommt auch noch das sogenannte Bifokalglas zum Einsatz.
Der Standard ist heutzutage jedoch das Gleitsichtglas, weil es ein hochentwickeltes Glas ist, welches dem natürlichen Sehen von Fern bis Nah am nächsten kommt. Es bietet im Gegensatz zum Bifokalglas z.B. ein stufenloses Sehen von Nah bis Fern und ist für Betrachter auch nicht als Mehrstärkenglas erkennbar. Brillengläser mit „Fensterchen“ sind einfach nicht mehr state of the Art.

Das erwähnte „emPower“ Prinzip ist ganz anders aufgebaut.
Das Brillenglas ist ein reines Einstärkenglas und verfügt im unteren Bereich über elektronische Kristalle, welche die Lichtbrechung der Linse ändern können.
Die Brillengläser sind also über die komplette Fläche mit einer reinen Fernstärke ausgestattet. Per Druck auf den Brillenbügel wird die Nahstärke im unteren Bereich des Glases aktiviert.
Ebenfalls möglich ist ein automatischer Modus. In diesem Modus wird gemessen ob der Träger den Blick gesenkt hat (Nahstärke wird eingeblendet), oder den Blick geradeaus gerichtet hat (Nahstärke ausgeblendet).

Vorteil dieses Systems:
Wie beim klassischen Bifokalglas gibt es keine Verzerrung des Bildes insbesondere am Randbereich. Zudem ist ein sehr großes Nahsichtfeld möglich

Nachteil dieses Systems:
Ähnlich wie bei der Bifokalbrille fehlt der gleitende Übergang. Ab einem gewissen Stärkenunterschied zwischen Fern- und Nahbereich entsteht deshalb eine sogenannte "Sehschärfenlücke".
Beim Blick in ein Schaufenster zum Beispiel kann dieses zu nah für die Fernstärke sein, gleichzeitig aber auch zu weit für die Nahstärke.
Hinzu kommt, dass die „emPower“ alle 2-3 Tage an die Ladestation gehängt werden muss. Nur mit genügend Strom funktioniert das Prinzip.

Fazit:
Die Entwicklung der „emPower“ Brille ist sicher revolutionär. Über 12 Jahre hat der Hersteller an dieser Technik geforscht.
In den USA soll die neue Brille bereits in diesem Jahr eingeführt werden.
Wann die restliche Welt an der Reihe ist, wird vom Erfolg in den USA abhängen.
Wir werden diese spannende Entwicklung natürlich verfolgen und freuen uns bereits auf die ersten Selbstversuche.

emPower Brille